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Mehr als 40 Jahre Blasmusik in Nieder-Mörlen



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Teil 1: Vom Musik- und Fanfarenzug zum Blasorchester (1972 - 1997)
Von Horst Risch, Matthias Heil u.a.
Aus der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum des Blasorchesters 1997

Zu Beginn der 70er Jahre wurde in den Reihen der Nieder-Mörler Jugendfeuerwehr und anderer Jugendlicher der Wunsch laut, sich musikalisch betätigen zu wollen. Nachdem einige bereits Vereinen in der Umgebung beitreten wollten, kam im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr auf Initiative des damaligen 1. Vorsitzenden Erwin Walter die Idee auf, einen Fanfarenzug zu gründen, um dem möglichen Abwandern der Jugend entgegen zu treten. Bereits in der Jahreshauptversammlung am 26. Februar 1972 wurde die Gründung unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" prinzipiell angesprochen. Es gab jedoch eine Vielzahl von Skeptikern im Verein, die der Musik in Nieder-Mörlen keine lange Lebensdauer prophezeiten. Einer kleinen Schar von Befürwortern, die sich regelmäßig privat trafen, um zu planen und die tatsächliche Bereitwilligkeit unter der Jugend zu erkunden, und nicht zuletzt den Überredungskünsten von Erwin Walter ist es zu verdanken, daß wenigstens ein Versuch gestartet wurde, mit der Gründung einer Musikabteilung in der Feuerwehr etwas Neues zu bewegen. In der Vorstandssitzung vom 11. Juli 1972 bekam dann Horst Risch die Aufgabe übertragen, die Verantwortung für die Aufstellung eines Fanfarenzuges zu übernehmen. Nach Abklärung wichtiger Vorfragen, wie die nach Übungsleitern, Instrumentenbeschaffung, Angliederung an den Verein etc., beschlossen die 27 Anwesenden der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. August 1972 im Hotel Frauenwald nach reger Diskussion schließlich einstimmig die Gründung eines Fanfarenzuges als Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Mörlen. Zu diesem Zeitpunkt meldeten ca. 70 größtenteils Jugendliche ihr Interesse am Beitritt an. Als besonderer Glücksfall ist es zu bezeichnen, daß mit Rudolf Weber ein studierter Kapellmeister in Nieder-Mörlen wohnte und dieser auf Anfrage bereitwillig die musikalische Gesamtleitung übernahm. Seine Erfahrungen und Kenntnisse in der Musik und seine herausragende Persönlichkeit erwiesen sich von unschätzbarem Wert für die schwierige Aufgabe, nahezu 100 Musikanfänger zu einem Orchester auszubilden. Die erste Übungsstunde konnte nach Beschaffung der Instrumente am 12. September 1972 im heutigen Raum des Gesangvereins Frohsinn in Nieder-Mörlen stattfinden. Die Instrumente wurden übrigens bis auf wenige Ausnahmen damals von den angehenden Spielleuten selbst finanziert.

Auf Initiative von Rudolf Weber wurden schon im Januar 1973 die ersten Ventil- und Holzblasinstrumente angeschafft, so daß der reine Trommler- und Fanfarenzug zu einem Musikzug erweitert wurde. Von dieser Zeit an bekam die Musikabteilung ihren ersten Namen: "Musik- und Fanfarenzug der FF Nieder-Mörlen". Zur Ausbildung der einzelnen Instrumentengruppen und für die Organisationsaufgaben war es unerläßlich, daß sich Vereinsmitglieder zur Unterstützung des Kapellmeisters als Übungsleiter und Helfer zur Verfügung stellten. Erwin und Reinhard Walter übernahmen die Trommlergruppe, Karl Dietz widmete sich den Fanfarenbläsern, Hans Schroth übte mit den Holzbläsern und Rudolf Heil bildete die Lyraspieler aus. Bardo Heil und Bernhard Weil organisierten die Durchführung der Fahrten zu Auftritten, begleiteten die Musiker als Betreuer und sorgten für die Werbung durch Plakatierungen. Für die ungewöhnliche Besetzung, die sich aus dem Zusammenwirken von Trommeln und Fanfaren mit Ventilinstrumenten eines Blasorchesters ergab, wurde allerdings sehr wenig Notenliteratur angeboten, die zudem noch für ein Anfängerorchester spielbar sein mußte. In dieser Not griff Rudolf Weber zu Feder und Papier und schrieb eigenhändig Musikstücke speziell für den Musik- und Fanfarenzug oder schrieb bekannte Lieder für die vorhandene Besetzung um. Die Größe dieser Leistung wird dann deutlich, wenn man überlegt, daß für jeden Musiker eine Stimme geschrieben werden mußte. Der Klang beim Zusammenspiel überzeugte vollends dank des Könnens von Rudolf Weber. Bereits ein dreiviertel Jahr nach der ersten Übungsstunde fand der erste öffentliche Auftritt an Pfingsten 1973 in der Turnhalle der Frauenwaldschule statt. Nunmehr 107 Spielleute zeigten in der restlos überfüllten Halle ihr erstes Können. Die "Uniform" war einfach schwarz-weiß (schwarze Hose, weißes Hemd) mit einem Jugendfeuerwehrschiffchen als Kopfbedeckung. Ausschließlich vorgetragen wurden die Eigenkompositionen und Arrangements Rudolf Webers. Die Stücke "Jetzt geht's los", "Marsch Nr. 2", "Marschpolka", der "Fehrbelliner Reitermarsch" und das Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore" begeisterten die Zuschauer. Als absoluter Höhepunkt erwies sich das sicherlich vielen noch bekannte "Rhumbapotpourri".

Im Frühjahr 1974 stellte der Musik- und Fanfarenzug im Rahmen zweier Platzkonzerte erstmals seine grauen Uniformjacken vor. Noch im selben Jahr vertiefte die Musikabteilung mittels einer Fahrt nach Belgien die durch Erwin Walter geknüpften Beziehungen zwischen Oostkamp in Flandern/Belgien und Nieder-Mörlen. Das musikalische Programm beinhaltete unter anderem einen Konzertabend im Patria-Saal. Hier wurde zum ersten Mal der "Musikalische Scherz mit Solo für Gießkanne" aufgeführt. Mit echten Klängen aus einer eigens hierfür präparierten Gießkanne versetzte Robert Philipp die Zuhörer ins Staunen.

Im darauffolgenden Jahr nahmen die Musiker erstmals an einem Wettstreit teil und belegten in Ockstadt auf Anhieb den viel umjubelten ersten Platz. Ein damals ausgespielter Stabführerpreis ging verdient an den Kapellmeister Rudolf Weber. Ende 1975 wurde als besondere Attraktion eine Schallplatte zum Verkauf angeboten. Die Aufnahme fand in einem eigens dafür eingerichteten Studio in der Schulturnhalle statt.

Zu Beginn des nächsten Jahres hatte man die besondere Ehre, im Spiegelsaal des Kurhauses anläßlich eines Empfangs für Rainer Philipp zu musizieren. Der Mannschaftskapitän des VfL Bad Nauheim hatte mit der Eishockeynationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck die Bronzemedaille gewonnen. Ein weiteres großes Ereignis im Jahr 1976 war die erstmalige Teilnahme am Hessentag, der in Bensheim stattfand. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Gewinn des bisher einmalig ausgetragenen Wettstreites um den Hessenpokal. Die Freude hierüber war so groß, daß die Trophäe im Rahmen eines spontanen Umzuges vom ältesten Musiker Karl Burk, sowie den beiden Jüngsten des Zuges präsentiert wurde. Höhepunkt dieses Jahres war die Ouellendankfeier. Gemeinsam mit dem Spielmannszug der FF Steinfurth führte man abends im Schein von Fackeln unter den Kommandos von Stadtbrandinspektor Erwin Walter den "Großen Zapfenstreich" auf der Kurhauswiese auf. Dieses nächtliche Schauspiel begeisterte über 5000 Zuschauer.

Zu Beginn des Jahres 1977 wurde der Hauptvorstand durch Wahl eines eigenen Abteilungsvorstandes für den Musik- und Fanfarenzug entlastet. Bis zum Jahre 1998 stellte Horst Risch sein höchstes Engagement als Abteilungsvorsitzender unter Beweis. Dieses Jahr stand aber zusätzlich im Zeichen zweier Jubiläen, nämlich dem 5-jährigen Bestehen des Musikzuges, sowie 25 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nieder-Mörlen. Aus diesem Anlaß kamen Freunde aus Oostkamp mit beiden Musikgesellschaften "Vrij en Blij" und die "Königliche Fanfare De Eentracht". Diese wurden am Ortseingang empfangen und mit Marschmusik zum Festkommers begleitet, der den Anfang des bisher größten Festes darstellte. An vier Tagen wurde ein vielseitiges Programm geboten. So spielte der Musikzug zur allgemeinen Überraschung im Anschluß an den "Kommers mit Zapfenstreich" zum Tanz auf. Der Kapellmeister verstand es aus den Reihen des Musikzuges zwei Tanzkapellen zu bilden. Zum einen erfreute die "Moderne Besetzung" im Big-Band-Sound, zum anderen wußte die "Bayrische Besetzung" mit Polka- und Walzerklängen zu überzeugen. Nach dem Festgottesdienst am Samstag fand im Festzelt eine internationale Musikschau im Sinne der Verschwisterung der Vereine aus Oostkamp und Nieder-Mörlen statt. Den Höhepunkt des gesamten Festes bildete der Festzug am Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein. An diesem und dem anschließenden Bühnenspiel wirkten nicht weniger als 19 Kapellen mit. Mit einem Sternmarsch der drei Züge aus Oostkamp und Nieder-Mörlen wurde die Gemeinde am Montagmorgen zum abschließenden Frühschoppen "zusammengetrommelt". Diese für alle Freunde des Musikzuges so erlebnisreichen Tage endeten mit der musikalischen Verabschiedung der belgischen Gäste.

Im nächsten Jahr nahm man wiederum am Hessentagsfestzug teil, der diesmal in Hofgeismar stattfand. Größtes Ereignis des Jahres 1978 war die von der Musikabteilung hervorragend organisierte Gastspielreise nach Österreich. In Kitzbühel und Kirchdorf präsentierte man sich während zweier Konzerte dem alpenländischen Publikum. Als besonders schicksalhaft für die nun folgenden Jahre des Vereinslebens erwies sich die Anwesenheit eines Kommandanten einer Südtiroler Feuerwehr namens Stephan Siller. Er engagierte den Musikzug auf der Stelle für das im nächsten Jahr stattfindende Feuerwehrfest in Mareit/Südtirol. Hier fand eine weitere internationale Freundschaft des Vereins, die lange anhalten sollte, ihren Ursprung. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war ein Auftritt unter der Moderation des aus Funk und Fernsehen allseits bekannten Showmasters Frank Elstner in Ladenburg am Neckar.

Pfingsten 1979 war es endlich soweit. In zwei Bussen fuhr man in das damals noch unbekannte Mareit/Südtirol und nahm somit die "Kitzbüheler Einladung" wahr. Im Rahmen der Feierlichkeiten des 25-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Ratschings/Mareit gab der Musik- und Fanfarenzug zwei Konzerte. Als besonderes musikalisches Gastgeschenk brachte der Musikzug zum Festgottesdienst die für die Südtiroler zu Feierlichkeiten traditionelle Schubert-Messe zu Gehör. Der äußerst herzliche Empfang, große Gastfreundschaft und das ständige Bemühen der Gastgeber, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, überwältigte die Musiker so sehr, daß allen Nieder-Mörlern der Abschied unsagbar schwer fiel. Jedem war klar, daß dieses nicht der letzte Besuch in Mareit sein würde. Den für ihre junge Musikgeschichte hohen Leistungsstand bewies die Musikabteilung bei einem Wettstreit in Kelkheim. Dort wurde in der Orchesterklasse mit den Musikstücken "Gruß an Oostkamp" und "San- Lorenzo-Marsch", sowohl der erste Platz, als auch zum wiederholten Mal der Stabführerpreis für den Kapellmeister errungen; die zweite Auslandsfahrt in diesem Jahr führte zum Feuerwehrfest nach Oostkamp. Genau wie in Mareit stand neben den musikalischen Darbietungen die internationale Freundschaftspflege im Mittelpunkt. Auch beim 1. Weinfest anläßlich 125 Jahre Stadt Bad Nauheim durfte der Musik- und Fanfarenzug nicht fehlen. Nach einem Sternmarsch der musiktreibenden Vereine der Stadt Bad Nauheim spielte man im Sprudelhof zum Tanz auf. Selbstverständlich nahm man auch in diesem Jahr am Hessentagsfestzug in der heimischen Kreisstadt Friedberg teil.

Wenn man 1980 von einem Schicksalsjahr sprechen will, so nur deswegen, weil die Fanfarengruppe im Herbst dieses Jahres aufgelöst wurde. In der letzten Zeit ließ sowohl der Übungsstundenbesuch als auch die Bereitschaft an der Teilnahme an Auftritten in dieser Gruppe stetig nach. Alle Bemühungen seitens des Abteilungsvorstandes, insbesondere von Gottfried Langstrof jr. und Kurt König, um den Erhalt der Fanfaren blieben erfolglos. Einige wenige, weiterhin musikbegeisterte Fanfarenbläser schulten auf andere Instrumente um, so daß diese mit dem erheblich zusammengeschmolzenen Trommlerzug in einem reinen Musikzug integriert werden konnten. Von einstmals weit über 100 Aktiven der Musikabteilung blieben infolge dessen nur ca. 45 Musiker übrig. Diese sich daraus ergebende neue Zusammensetzung des nunmehr reinen Musikzuges brachte Veränderungen in der Art der Auftritte. Nahm man bis dahin an vielen Festzügen mit der imponierenden Masse von mehr als 100 Leuten teil, so spezialisierte man sich von nun an mehr auf anspruchsvolle Konzerte.

So sind im Jahr 1981 zunächst die beiden Konzerte am Alicebrunnen in Bad Nauheim zu nennen. Diese bilden die Grundlage für die bis 1994 ständige Einrichtung der Brunnenkonzertreihe des Kulturamtes Bad Nauheim. Die Ausrichtung der Kirmes 1991 im Stadtteil Nieder-Mörlen oblag der Feuerwehr. Die Musikabteilung übernahm wie immer unter anderem die Aufgabe, den Gästen Unterhaltungs- und Tanzmusik von Sonntagnachmittag bis spät in die Abendstunden hinein zu bieten. Zuletzt ist noch das Weihnachtskonzert zu nennen, das der Musikzug zusammen mit dem Gesangverein Frohsinn Nieder-Mörlen in der voll besetzten Kirche "Maria Himmelfahrt" am 4. Adventssonntag einem interessierten Zuhörerkreis zu Gehör brachte. Das Publikum war von dem ersten gemeinsamen Weihnachtskonzert beider Vereine sehr angetan und lang anhaltender Beifall war der Lohn für diese gelungene Sache.

Das Jahr 1982 war vom 10-jährigen Bestehen des Musikzuges geprägt. Über Pfingsten fand die Jubiläumsfahrt des Vereins nach Südtirol statt. Wie schon beim ersten Mal erwartete die Musiker überaus herzlicher Empfang. Auch die Konzerte anläßlich des eigens für den Verein veranstalteten Hallenfestes stießen auf großes Interesse und wurden mit viel Applaus belohnt. Ein weiterer Erfolg stellte das positive Abschneiden bei dem Kritikspiel in Wernborn dar. Am Kommersabend, der am 30. Oktober stattfand, konnten 22 Musiker für ihre Mitgliedschaft seit Gründung des Musikzuges ausgezeichnet werden. Während des Konzerts am folgenden Abend ließ man für die musikbegeisterten Gäste zwischen den musikalischen Darbietungen die Vereinsgeschichte passieren. Viel Beifall, wohl nicht zuletzt dafür, daß der Musikzug während der letzten zehn Jahre Nieder-Mörlen zum Zentrum des aktiven Musizierens der Stadt Bad Nauheim gemacht hat, war der Dank des Publikums.

1983 wurde dem Musikzug das Höchste, was ein Jugendarbeit betreibender Verein sich wünschen kann, zuteil: Der aus eigenen Reihen stammende Andreas Heil legte mit Erfolg die Dirigentenprüfung ab. Von nun an unterstützte er den Kapellmeister, sowohl bei den Proben, als auch bei Auftritten. Zudem übernahm er eigenverantwortlich die Ausbildung junger Musiker im Rahmen eines erstmalig eingerichteten Nachwuchsorchesters. Wie in den vorangegangenen sieben Jahren vertrat unter anderen der Musikzug die Stadt Bad Nauheim beim Hessentagsfestzug in Lauterbach, wobei der frisch gebackene Dirigent Andreas Heil die Stabführung übernahm.

Ein Jahr später war er jedoch unerwartet auf sich selbst gestellt. Denn am 11. Oktober 1984 verstarb plötzlich der musikalische Leiter des Musikzuges, Herr Rudolf Weber, im Alter von nur 64 Jahren. Über 12 Jahre bestimmte er die musikalische Entwicklung des Vereins. Sein Name war in der näheren und entfernteren Heimat überall bekannt. Rudolf Weber hat in der Zeit seines Wirkens die Voraussetzung geschaffen, die dem Musikzug noch heute zugute kommen. Über ein Mangel an Auftritten brauchte sich der Musikzug der FF Nieder-Mörlen noch nie beklagen.

Außer zu den regelmäßigen Übungsstunden traf man sich 1985 26 Mal, um den Zug der Öffentlichkeit zu präsentieren. Bei dem jährlichen Brunnenkonzert vertrat der Musikzug den Stadtteil Nieder-Mörlen ebenso wie bei einer Radioübertragung im Kurhaus. Die Deutsche Welle Köln veranstaltete ihre Sendereihe "Stadtbummel" diesmal in Bad Nauheim, welche über Langwelle auf der ganzen Welt zu hören war. Zudem fand in diesem Jahr die offizielle Verschwisterung der Städte Bad Nauheim und Oostkamp statt. Anläßlich dieser Feierlichkeiten unternahm man eine musikalische Reise nach Oostkamp. Zu Ehren des verstorbenen Kapellmeisters wurde das "Rudolf Weber Gedächtniskonzert" im vollbesetzten Nieder-Mörler Pfarrheim gespielt.

Im Sommer 1986 organisierte der Vorstand eine Ausflugsfahrt nach Abtenau/Österreich. Die Musiker nahmen dies zum Anlaß, auf dem dortigen Marktplatz ein Sonntagskonzert zu geben. Doch auch der gesellschaftliche Aspekt einer solchen Reise sollte nicht unterschätzt werden. Gerade für die jüngeren Mitglieder stellen solche Ausflüge erfahrungsgemäß eine gerne wahrgenommene Abwechslung dar. Doch auch in diesem Jahr fiel ein Schatten auf das Vereinsleben. Am 28. August verstarb der Stadtbrandinspektor Erwin Walter im Alter von nur 63 Jahren. Er war Ehrenvorsitzender des Vereines sowie Gründer der Musikabteilung.

Im "Kleinen Jubiläumsjahr" 1987 war der Musikzug wiederum 26 mal bei Auftritten zu hören. Wie immer eröffneten sie die alljährliche Reihe der Brunnenkonzerte. Am Wettstreit, der vom Spielmannszug Dorheim ausgerichtet wurde, errang der Musikzug den 1. Platz in der Orchesterklasse sowie der Dirigent den Stabführerpreis. Die Leitung des Hessenparks verpflichtete den Musikzug anläßlich der feierlichen Einweihung einer historischen Zehntscheune zu einem Festkonzert. Von der Nachbargemeinde Ober-Mörlen wurde man zu den diesjährigen Chor- und Orchesterkonzerten eingeladen. An Kirmes hatte die Feuerwehr die Musiker und Feuerwehrkameraden aus Oostkamp und Mareit zu Gast. Hervorzuheben ist hierbei der Sternmarsch mit drei Musikzügen zum Aufstellen des Kerbbaumes und der Samstagabend mit Big-Band-Musik. In Verbindung mit dem Jubiläum 15 Jahre Musikzug gab man zu Ehren des verstorbenen Gründers Erwin Walter ein Konzert im Nieder-Mörler Pfarrheim.

Als Beitrag zur Vertiefung der deutsch-amerikanischen Freundschaft spielte man 1988 beim ersten Freundschaftsfest in den Friedberger Ray Barracks. Besonders zu erwähnen sind die Konzerte in der evangelischen Christuskirche und der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Nieder-Mörlen. Das Konzert in der katholischen Kirche wurde vom Vereinsring veranstaltet, wobei neben dem Musikzug der Feuerwehr auch der Gesangverein Frohsinn Nieder-Mörlen und die Mörler Spatzen teilnahmen. Zum Abschluß des Konzertes wurde von den drei Vereinen gemeinsam das "Largo" von G.F. Händel vorgetragen. Hervorragend, sowohl in musikalischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht, war die Fahrt zu unserer Partnergemeinde Oostkamp zur Mitgestaltung der Verbrüderungstage.

Zum 4. Europa-Volkswandertag im Mai 1989, der in der Nieder-Mörler Mehrzweckhalle seinen Abschluß fand, hatte man die Ehre, die Feierlichkeiten musikalisch zu umrahmen. Als Feuerwehrmusikkapelle vertrat der Verein zur erstmaligen Veranstaltung "Die Feuerwehren der Stadt Bad Nauheim stellen sich vor" in der Fußgängerzone seine Farben.

1990 stand maßgeblich im Zeichen der 1200-Jahr-Feier von Nieder-Mörlen. Zu allen größeren gesellschaftlichen Veranstaltungen, von der Eröffnungsfeier bis zum Abschlußkonzert im Kurtheater war man mit neuer weinroter Uniform mit von der Partie. Auch Ständchen zu Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen familiären Anlässen der Vereinsmitglieder standen auf der Tagesordnung. So war es selbstverständlich, bei der Vermählung des muskalischen Leiters Andreas Heil mit Beatrix Otto die Trauung zu untermalen.

Die Brandschutzwoche 1991 nahm man zum Anlaß, die Musik den Bürgern Nieder Mörlens an verschiedenen Orten der Gemeinde darzubieten. Nach langer Zeit stand wieder die Quellendankfeier im Pavillon der Kurhausterrasse auf dem Programm. Im April 1991 absolvierte Andreas Heil nach einer Vielzahl von Lehrgängen, die er allesamt privat besuchte, an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen die Abschlußprüfung als Leiter eines Blasorchesters und führt seitdem die Bezeichnung "Kapellmeister". Darin spiegelt sich seine höchste Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit wieder, die er den Musikern im Blasorchester weitergab und somit die Fortsetzung der Erfolge auch für die Zukunft gewährleistete.

Das Jubiläumsjahr 1992 wurde das Rekordjahr der Auftritte. Insgesamt 41 mal erfreuten die Musiker bei den verschiedensten Anlässen ihre Mitmenschen mit ihrem klingenden Spiel. Es begann sehr erfolgreich mit einem Wohltätigkeitskonzert in Hoch-Weisel zugunsten Multiple-Sklerose-Kranker gemeinsam mit dem Musikverein Hoch Weisel. Als ein voller Erfolg erwies sich auch das erste Probewochenende im Landjugendheim auf dem "Uhu" in Langenhain, das Gottfried Fischer hervorragend organisierte und das wegen des großen Erfolges bis heute zu einem festen Bestandteil der Aktivitäten geworden ist. Diese Veranstaltung wurde besonders von den jugendlichen Musikern als gelungene gesellschaftliche Abwechslung angenommen. Weil deswegen alle mit Elan bei der Sache waren, brachten die täglichen Proben zudem einen weiteren musikalischen Fortschritt. Dem Wunsch der jüngeren Musiker entsprechend wurden mehrere Fahrten ins In- und Ausland unternommen. So war man wieder in Oostkamp und hat nach langjähriger Pause die Gelegenheit wahrgenommen, am Hessentagsfestzug in Wolfhagen teilzunehmen. Anläßlich des 20-jährigen Jubiläums fand am Freitag vor Kirmes eine Feierstunde im Pfarrheim statt. Die von der Feuerwehr ausgerichtete Kirmes wurde durch eine neue Attraktion zu einer der schönsten der letzten Jahre. Eine Schar von Jugendlichen aus den Reihen der Musikabteilung schlossen sich als "KiBuMä" (Kirbburschen und -mädchen) unter der Federführung von Heinrich Stephan Möbs und Joachim Birkenstock zusammen und brachten mit dieser einmaligen Aktion durch einstudierte Tänze und Darbietungen Stimmung bis in die Morgenstunden. Absoluter Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten war das Jubiläumskonzert am 27.11.1992 im Konzertsaal des Kurhauses. 400 Zuhörer bekamen Eintrittskarten und fanden einen Platz, weitere 100 standen vor den wegen Überfüllung verschlossenen Türen. Die dargebotene Musik versetzte Laien wie Fachleute in Staunen, so daß das Publikum schier endlosen Beifall als verdienten Lohn für den Kapellmeister Andreas Heil und die Musiker bot.

Seit 1993 präsentiert sich die Musikabteilung unter dem Namen "Blasorchester Nieder-Mörlen, Musikabteilung der Freiwilligen Feuerwehr". In diesem Jahr nahm man unter anderem am Tag der Volksmusik anläßlich des Hessentages in Lich teil. Außerdem wurde beim Rüla-(Rübenlader-)Fest in Wölfersheim-Södel gespielt. Erstmals waren auch jugendliche Musiker aus Nieder-Mörlen beim 120-köpfigen Sommerjugendblasorchester der Landesmusikjugend Hessen (LMJ) während der einwöchigen Ferienfreizeit auf der Ronneburg und der anschliessenden Konzertreise nach Ungarn dabei. Die damals geknüpften überregionalen Kontakte und Freundschaften mit Jungmusikern aus ganz Hessen sind von unschätzbarem Wert, wo doch die damaligen Jugendlichen heute nun selbst Verantwortung für das Blasorchester tragen. Im Dezember fand ein gemeinsames Konzert bei den Musikfreunden aus Nieder-Weisel statt. Wegen der plötzlichen Erkrankung von Andreas Heil mußte der gerade erst zum stellvertretenden Dirigenten berufene Sascha Mistetzky kurzfristig die Leitung des Orchesters übernehmen. Vor den Augen seiner stolzen Großeltern, die sich unter den zahlreichen Zuhörern befanden, meisterte er diese Aufgabe mit Auszeichnung.

Im Januar 1994 nahm ein neues Nachwuchsorchester bestehend aus zwölf Jugendlichen seine Arbeit unter der Gesamtleitung von Vizedirigent Sascha Mistetzky auf. Die Einzelausbildung erfolgte durch Aktive aus dem Orchester. Vom 4. bis 6. März fand das diesmal von Marcus Kahlert organisierte Probewochenende auf dem "Uhu" statt, das an den Erfolg aus dem Jahre 1992 nahtlos anknüpfen konnte. Die Qualität der dargeboteten Musik konnte erneut gesteigert werden: erstmals legte der Dirigent Oberstufenstücke auf, die anläßlich der Wertungs- bzw. Kritikspiele des MCC Ober Mörlen und des Bezirks IV des Landesmusikverbandes Hessen (LMH, heute Hessischer Musikverband HMV) in Ober-Wöllstadt einen nicht in der Form erwarteten Erfolg bescherten. Daß es gerade die Konzertreisen und Fahrten zu entfernteren Auftrittsorten sind, die den Zusammenhalt und den Spaß an der Musik erhöhen, bewies sich erneut in diesem Jahr. Zunächst fuhr man nach Mareit in Südtirol, wo man in Meran ein hervorragendes Konzert gab. Im Sommer nahm man, organisiert durch die Jugendvertreter, am Rakoczy-Fest in Bad Kissingen teil, wo man von der dortigen Feuerwehr mit einer unbeschreiblichen Herzlichkeit empfangen und bewirtet wurde. Erstmals wurde das Blasorchester mit der Umrahmung der Eröffnungsfeier des Rosenfestes beauftragt. Die Veranstalter und die Gäste nahmen erfreut zur Kenntnis, wie wohltuend die musikalische Auflockerung der durch ansonsten durch Ansprachen geprägten Veranstaltung ist.

1995 ließ der Probenbesuch zunächst sehr zu wünschen übrig. Im Rahmen der Ursachenforschung stellte sich heraus, daß es der Mehrheit der Musiker zuviel geworden war, zweimal in der Woche zu proben. Dem wurde Rechnung getragen, indem der Probenablauf umgestellt worden ist: Ab Oktober 1995 ist nur noch der Dienstag Hauptübungstag von 19:30 bis 21:30 Uhr. Der Donnerstag wird nur noch im Bedarfsfall für Registerproben genutzt. Im Rahmen der Nachwuchsausbildung trat ein wohl generelles Problem unserer Zeit zutage. Nach der Anfangseuphorie merkten die Jungmusiker, wieviel Arbeits- und Übungsaufwand zu bewältigen ist, um ein Musikinstrument zu erlernen. Zwar stellen sich gewöhnlich recht schnell Anfangserfolge ein, doch dann erfolgt regelmäßig vorerst eine Stagnation trotz intensiver Übung. In dieser Phase gaben sechs der zwölf Nachwuchsmusiker vorschnell auf und widmeten sich lieber weniger anstrengenden Interessen. Die übrigen sechs Musikanfänger setzten ihre Arbeit jedoch fort. Im März fand das diesmal wieder hervorragend, diesmal von Thomas Bauer vorbereitete 3. Probewochenende auf dem "Uhu" mit dem üblichen großen Erfolg statt. Herausragende Auftritte waren das Dorffest sowie das Konzert am neuen Teichhaus anläßlich der Quellendankfeier. Zum Dorffest, an dem das Blasorchester jeden Tag fast ohne Pause im Einsatz war, wurde die in Belgien eigens für die Verschwisterungsfestlichkeiten komponierte Eurokantate vorgetragen. Obwohl das Notenmaterial erst zwei Wochen vor dem Fest vorgelegt wurde, war der Vortrag gelungen.

Im Jahr 1996 nahm man erstmals die Gelegenheit war, in die Schwesterstadt Chaumont/Frankreich zu fahren. Da die Planung der Fahrt sehr kurzfristig stattfand und deshalb einige Musiker beruflich bedingt nicht teilnehmen konnten, ist zur Unterstützung spontan eine beträchtliche Anzahl unserer Freunde des Musikvereins Echzell mitgefahren. Dort wurde ein Konzert vor dem Rathaus gegeben und am folgenden Tag stand die Teilnahme am vierstündigen Cavalcade-Festzug auf dem Programm. Der Empfang und die Unterbringung war hervorragend, so daß diese Fahrt allen teilnehmenden Aktiven und Angehörigen sicher auf Dauer in guter Einnerung bleiben wird. Viele Aktive bedauern jedoch, daß es im Verein bisher nicht gelungen ist, die neu gewonnenen Kontakte durch weitere Besuche oder Gegenbesuche zu vertiefen. Es bleibt die Hoffnung, daß dem in der Zukunft Rechnung getragen werden kann. Im Frühjahr fand ein großartiges Konzert im Steinfurther Rosensaal statt. In Nieder-Mörlen war leider keine geeignete Räumlichkeit hierfür zu finden. Die Möglichkeit, das Konzert in der katholischen Kirche in Nieder-Mörlen stattfinden zu lassen, war nicht gegeben. Dieses schmälert den Erfolg des Konzertes jedoch in keiner Weise. Als weitere besondere Auftritte waren das Rosenfest, die Umrahmung des Festkommers "90 Jahre SV 06 Bad Nauheim" im Waldstadion, das dreistündige Stimmungskonzert am Teichhaus zur Quellendankfeier, die musikalische Gestaltung des Einweihungsfestes der Stadtbusse am Aliceplatz sowie die Mitgestaltung der Bergweihnacht auf dem Johannisberg auf Initiative der Einsatzabteilung zu verzeichnen.

Im Jahr 1997 war ein besonderer Auftritt zu verzeichnen: Am Ostersonntag fand in der Echzeller Horlofftalhalle das traditionelle Osterkonzert des Musikvereins Echzell statt, in dessen zweitem Teil das Nieder-Mörler Blasorchester mit Echzell gemeinsam ein von Musicalmelodien geprägtes Programm darbot. Das gespannte Publikum war begeistert und feierte die Musiker beider Vereine sowie den gemeinsamen Kapellmeister entsprechend. Der Rest des Jahres 1997 stand naturgemäß ganz im Zeichen des silbernen Jubiläums und war von verschiedenen Höhepunkten geprägt. Die offiziellen Feierlichkeiten begannen mit einem Festkonzert im Bad Nauheimer Kurtheater am 21. Juni 1997 unter dem Motto "1000 Takte Musical". Im ersten Teil wurden den Zuhörern Auszüge aus dem Repertoire der letzten 25 Jahre geboten. Der zweite Teil widmete sich dann ganz dem Thema Musical. Am 22. Juni 1997 fand der Festkommers im Schulungsraum der Feuerwehr statt, in dessen Rahmen die verschiedensten Ehrungen für verdiente Mitglieder und Freunde der Musikabteilung vorgenommen wurden. Die Jubiläumsfesttage vom 27. bis 29. Juni 1997 wurden ausgiebig gefeiert, wobei am Freitag die als Sieger der ARD-Schlagerparade bundesweit bekannten Steintaler Musikanten in Nieder-Mörlen gastierten. Am Samstag folgte ein Abend der Blasmusik unter dem Motto "Musik und gute Laune" und am Sonntag wurden die Festlichkeiten mit einem musikalischen Frühschoppen, gestaltet vom Blasorchester selbst, Kaffee und Kuchen und einem Programm für die Kinder beendet.

Danksagung:

Während der 25-jährigen Geschichte des Blasorchesters hat sich eine Vielzahl von Aktiven und Freunden durch die Ausfüllung besonderer Aufgaben hervorgetan. Ganz zuerst zu nennen ist Horst Risch. Er leitete seit dem Gründungsauftrag in 1972 und weiter seit seiner Wahl zum ersten Abteilungsvorsitzenden in der Geschichte des Blasorchesters maßgeblich die Geschicke der Musikabteilung.

Karl Dietz, Sascha Mistetzky und Horst Risch übernahmen als Vizedirigenten die Vertretung des Kapellmeisters, wenn dieser verhindert war. Notenwart war zunächst Karl-Heinz Jost. Ihm folgte Karl Burk bis August 1986. Anschließend übernahm bis in die heutige Zeit Gerhard Wetterich dieses Amt. Unterstützt wurden die Notenwarte zeitweise von Thomas Bauer, Sascha Mistetzky und Sven Oleschko. Die Ordnung in der Notensammlung ist vorbildlich und hat Musiker anderer Vereine schon oft in beneidendes Staunen versetzt. Die stundenlange Aufopferung in der Freizeit, insbesondere von Gerhard Wetterich, ist für einen Dritten kaum vorstellbar und mit nichts aufzuwiegen. Man muß sich vor Augen führen, daß selbst die besten Musiker und die fähigsten Dirigenten keinen Auftritt zustandebringen können, wenn nicht zur rechten Zeit am rechten Ort die richtigen Noten vorliegen. Marcus Kahlert, Thomas Bauer, Sabine Lyhs, Claudia Schlitz, Sonja Hobler und Heike Jost nahmen seit 1992 als Jugendvertreter die Interessen der Jugendlichen in Verein und Landesmusikverband war und organisierten Fahrten und Jugendfreizeiten. Andreas Heil, Sascha Mistetzky, Heike Jost, Erwin Walke, Petra Heil und Matthias Heil leiteten die Nachwuchsorchester. Daneben übernahmen Andreas Heil, Thomas Bauer, Thorsten Bauer, Sascha Mistetzky, Horst Risch, Petra Heil, Matthias Heil, Sonja Hobler, Helmut Kahlert, Heike Jost, Hans Schroth, Rudolf Weber, Mirko Mraz, Erwin Rolland und Kurt Weidig die Leitung der Registerproben bzw. die Einzelausbildung von Jungmusikern.

Beatrix Heil, Petra Fischer, Cornelia Birkenstock und Martina Galbierz stellten sich für die Organisation der Verpflegung bei den Probewochenenden auf dem Uhu zu Verfügung, damit die Musiker sich ganz auf ihre Proben konzentrieren konnten. Beatrix Heil und ihre Mutter Hannelore Otto sowie Martina Galbierz nähten für die Musiker Faschingsumhänge für den jährlich stattfindenden Fastnachtsumzug in Ober-Mörlen.

All diesen und den in der Chronik benannten Vereinsmitgliedern und Freunden, insbesondere den Dirigenten, sei für ihr Engagement herzlichst gedankt. Vielen Dank auch an die Musiker befreundeter Vereine für ihre Aushilfstätigkeit, wenn einmal Not am Mann war. Gedankt sei den Musikern, die im Gesamtvorstand die Belange des Vereins und der Musikabteilung vertreten haben. Besonderer Dank gilt auch den Haus- und Zeugwarten Hans Schätzle, Karl-Heinz Jost und Kurt König für ihre Unterstützung und ständige Bereitschaft. Abschließend sei auch allen gedankt, die in der Chronik nicht einzeln benannt werden konnten, für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten und Aktivitäten für die Musikabteilung und auch allen Musikern, die neben Schule und Beruf regelmäßig an Proben und Auftritten teilnahmen. Ganz besonderer Dank gilt zum Schluß auch den Familienangehörigen der Musiker, die das Orchester aktiv unterstützt haben und oft ihre Belange zurückstellen mußten, damit Proben und Auftritte so erfolgreich durchgeführt werden konnten, und den Freunden und Gönnern der Musikabteilung innerhalb und außerhalb des Vereins, die mit Ihrem Interesse und ihrer Treue den Musikern stets zur Seite standen.

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Teil 2: Die nächste Generation (1998 - 2002)
Von Michael Lyhs, Matthias Heil u.a.
Aus der Festschrift zum 30jährigen Jubiläum des Blasorchesters 2002

1998: Generationenwechsel Dirigent und Abteilungsvorstand

Anfang des Jahres 1998 gab es einen Umbruch im Blasorchester: Andreas Heil übergab nach 15 Jahren den Dirigentenstab und damit die Verantwortung, ein erfolgreiches Orchester weiter nach vorne zu bringen, an Sascha Mistetzky. Parallel dazu zog sich Horst Risch - seit Gründung des Orchesters vor 25 Jahren Musik-Abteilungsleiter - von diesem Posten zurück und übergab die Verantwortung an die nächste Generation. In der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wurde Michael Lyhs zu seinem Nachfolger gewählt. Zusammen mit Joachim Birkenstock, Matthias Heil und dem musikalischen Leiter Sascha Mistetzky stand das Orchester nun unter neuer Leitung.

Ein schwieriges Amt, denn man wollte versuchen, die von Horst Risch und Andreas Heil geprägten Traditionen im Verein nicht zu vergessen, trotzdem aber dem Orchester eine neue, der modernen Zeit entsprechende Ausrichtung zu geben und damit dem Blasorchester und der Blasmusik in Nieder-Mörlen ein neues Image zu verschaffen. Eine der ersten Massnahmen, die den Musikern und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war ein neues Symbol, das losgelöst von dem traditionellen Feuerwehremblem das neue Blasorchester symbolisieren sollte. Die vielen Instrumente, die moderne Formgebung und die fröhlichen Farben sollen sinnbildlich für Begriffe wie Musik, Neuerung, Motivation und Freude stehen.

Attribute, die unser Orchester heute stolz sein Eigen nennen kann. Passend dazu führte der Dirigent das Orchester langsam und behutsam in eine neue musikalische "Welt". Zwar wurden nach wie vor die traditionellen Stücke des Orchesters gepflegt, aber immer mehr wurden Musikstücke aus dem Bereich moderne Filmmusik, Rock und Pop und moderne Schlager, aber auch moderne anspruchsvolle musikalische Phantasien einstudiert. Mit diesem neuen Image hat das Orchester mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass Blasmusik nur "Humpta-Dumpta" ist und versucht, aktiv Jugendliche für die Musik zu gewinnen. Die Gründung eines neuen Nachwuchsorchesters war demzufolge eine Pflichtaufgabe.

Bereits im Januar haben sich Stammorchester und das neue Nachwuchsorchester zum traditionellen Probewochenende auf dem UHU in Langenhain getroffen. Das Stammorchester hatte die Gelegenheit, in intensiven Proben neue Stücke zu studieren, das Nachwuchsorchester wurde über Rhythmusübungen langsam an die Musik herangeführt. Aber auch Spiel, Spass und Spannung kamen nicht zu kurz. Ein grossartiger bunter Abend, eine Nachtwanderung, viele gemeinsame Spiele haben dazu beigetragen, die jungen Nachwuchstalente in die Gemeinschaft des Orchesters zu integrieren und damit den Grundstein für die notwendige Motivation zum Erlernen eines Instrumentes zu legen. Musik sollte und soll Spass machen und sich selbst und anderen Freude bereiten. Höhepunkt des Wochenendes waren zweifelsohne der gemeinsame Auftritt von Stammorchester und "Rhythmus"-Nachwuchs vor den staunenden Eltern.

Seine "neue" und seine "alte" Musik konnte das Orchester bei wichtigen Auftritten wie dem Rakoczy-Fest in Bad Kissingen, der Quellendankfeier in Bad Nauheim, dem Schlossparkkonzert in Laubach, der Eröffnung des Rosenfestes in Steinfurth und der Kirmes in Bad Nauheim den begeisterten Zuhöreren darbringen. Um die Verbundenheit und Zugehörigkeit des Orchesters mit der Feuerwehr zu unterstreichen, war es auch in diesem Jahre eine Selbstverständlichkeit, zusammen mit der Einsatzabteilung die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Mörlen bei Bezirksfeuerwehrfesten und Jubiläen zu vertreten und zu repräsentieren.

1999: Gemeinsames Probewochenende Jugend- und Stammorchester

Das nun folgende Jahr 1999 stand für das Blasorchester unter einem besonderen Motto: "Aufbruch zu neuen Zielen", galt es doch, dieses Jahr drei ganz besondere Herausforderungen zu bewältigen: die Integration des Nachwuchsorchesters in das Stammorchester, ein mindestens dreistündiges Standardprogramm einzustudieren und das Millenniumkonzert im Jahre 2000 vorzubereiten.

Nur 1 3/4 Jahre nach seiner Gründung wurde das Nachwuchsorchester nach und nach in das Stammorchester integriert. Das von Matthias Heil entwickelte neue Nachwuchskonzept war aufgegangen... und dank des Nachwuchses auch die Zukunft des Orchesters gesichert. Zum Dorffest in Nieder-Mörlen hatte unser Nachwuchsorchester seinen ersten öffentlichen Auftritt. Mit ihrer Musik eroberten sie die Herzen nicht nur der Eltern, sondern so mancher anderer Zuhörer, was eine wahre Flut von Anfragen zur Folge hatte, wann das nächste Nachwuchorchester ins Leben gerufen würde.

Der Umfang des musikalischen Repertoires des Blasorchesters wurde stetig erweitert. Schlagermusik, aktuelle Hits, Soul und Filmmusik kamen hinzu, um sowohl den musikalischen Interessen des immer jünger werdenden Vereines nachzukommen, als auch den Anforderungen unserer "Kunden", die immer wieder nach aktuellen Funk- und Fernsehmelodien fragen. Mit dem aktualisierten Programm und dem intensiven Studium der traditionellen Stücke war das Orchester in der Lage, Veranstaltungen bis zu 3 Stunden musikalisch abwechslungreich zu bestreiten. Bei den insgesamt 27 öffentlichen Auftritten, die das Blasorchester in diesem Jahr absolvierte, kam das erweiterte Repertoire oft zum Einsatz. Neben den schon traditionellen Auftritten zum Karneval in Ober-Mörlen oder der Quellendankfeier am Teichhaus in Bad Nauheim war einer der wohl besonderen Auftritte in diesem Jahr die Teilnahme am Rakoczy-Fest in Bad Kissingen, das wir sowohl beim Festzug mit zackiger Marschmusik als auch anschliessend mit einem Platzkonzert begleiten durften.

2000: Konzert "The Feeling of Music"

Neben den laufenden Auftritten stand ein Ereignis im Vordergrund: das geplante Millenniumskonzert im Jahr 2000. Und so wurde bereits ab Mitte des Vorjahres sehr viel Zeit mit der musikalischen und organisatorischen Vorbereitung des Konzertes verbracht. Man hatte ein festes Ziel vor Augen - ein Konzert der Superlative - und dafür musste hart gearbeitet werden. Am 26. Mai war es dann so weit. Unter dem Titel "The Feeling of Music" gab das Orchester unter der Leitung von Sascha Mistetzky eines seiner bis dahin wohl gewaltigsten Konzerte. Über zwei Stunden haben wir unserem Publikum gezeigt, dass man Muaik nicht nur hören, sondern auch fühlen kann, dass Musik Geschichten erzählt, auch wenn nicht gesungen wird. Mit Melodien von Billy Joel, Leroy Anderson, Sammy Davis jr. und Andrew Lloyd Webber, Filmmelodien aus Indiana Jones oder musikalischen Phantasien wie Mountain Panorama wurde ein begeistertes Publikum in den Bann der Musik gezogen. Stehende Ovationen des ausverkauften Konzertsaales waren die beste Belohnung für die harte Arbeit der Musiker und des Dirigenten. Auftritte bei der Eröffnungszeremonie des Rosenfestes in Steinfurth, anlässlich des Fussgassenfestes zugunsten der Station Piper, beim Dorffest und viellen anderen Gelegenheiten rundeten das Millenniums-Jahr ab.

2001: Jugendblasorchester im Platanenhof, D1-Lehrgang

Die heutige schnellebige Zeit führte auch im Blasorchester schon im Jahr 2001 zu Veränderungen. Michael Lyhs musste aus beruflichen Gründen das Amt des Abteilungsleiters niederlegen, das dann kommisarisch von Vitus Pebalka und anschliessend vom Dirigenten Sascha Mistetzky übernommen wurde. Musikalisch stand das Jahr für das Stammorchester unter dem Zeichen des kommenden Jubiläumsjahres 2002. Neben den schon traditionellen Auftritten wurden neue Stücke mit angezogenem Schwierigkeitsgrad für ein neues Konzert einstudiert. Auch für das Jugendorchester ergab sich in diesem Jahr ein ganz besonderer Höhepunkt: Ihr erster offizieller eigenständiger Auftritt - losgelöst von den Aktivitäten des Stammorchesters - anlässlich der Veranstaltung "Bläsermusik für Jugendblasensembles im Platanenhof" in Bad Nauheim. Daneben wurde im Herbst ein D1-Lehrgang mit anschliessender Leistungsprüfung organisiert, der vom Kreisfeuerwehrverband durchgeführt wurde. 17 Aktive des Jugendorchesters und des Blasorchesters absolvierten diesen Lehrgang mit Erfolg.

Das Blasorchester 2001: Bild1 | Bild2 | Bild3

2002: Jubiläum 50 Jahre Feuerwehr, 30 Jahre Blasorchester

Das Jahr 2002 ist für das Blasorchester ein ganz besonderes Jahr, es ist das Jubiläumsjahr: 30 Jahre Blasmusik in Nieder-Mörlen ist eine Leistung, auf die alle Musiker und die Freiwillige Feuerwehr stolz sein können. Mit einem Konzert wollten wir uns bei unserem Publikum für die 30 Jahre Treue bedanken und was lag da näher, als noch einmal "The Feeling of Music" - den Erfolg des Jahres 2000 - neu aufleben zu lassen. Bereits 2001 hatte man mit dem Einstudieren der Stücke begonnen, Anfang 2002 wurde verfeinert und am 24. Mai war es dann so weit: das Jubiläumskonzert "The Feeling of Music 2002" wurde in der Kongresshalle der Landesärztekammer in Bad Nauheim gegeben. Mit musikalischen Phantasien wie Allegro Festivo, Ross Roy oder Oregon - einer musikalischen Zugfahrt durch den gleichnamigen US-Bundesstaat, Filmmusik aus Mission Impossible oder Kompositionen von Udo Jürgens, Herb Alpert oder Antonio Carlos Jobim haben wir das Publikum begeistern können. Musik zum Fühlen, nicht nur zum Hören, und so mancher neue Fan hat an diesem Abend seine Vorurteile gegenüber der Blasmusik abgelegt. Das Orchester konnte sich von seiner besten Seite präsentieren und seinem Publikum zeigen, dass nach 30 Jahren Blasmusik in Nieder-Mörlen dieses Orchester nach wie vor musikalische Höchstleistungen bringt.

Die zweite Jahreshälfte stand dann ganz im Zeichen der Jubiäumsfeierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr und dem 30-jährigen Bestehen des Blasorchesters. Hier wirkte das Blasorchesters insbesondere beim Kommersabend im August und bei der Organisation der Kerbtage und des Festzuges Anfang September mit.

Das Blasorchester 2002 im Sprudelhof: Bild1 | Bild2 | Bild3

Das Blasorchester ist ein wichtiger Bestandteil im kulturellen Leben der Stadt Bad Nauheim und bringt vielen Menschen - auch über die Grenzen der Stadt hinaus - viel Freude mit seiner Musik. Damit ergibt sich für die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Mörlen und sein Blasorchester die Verpflichtung, dieses weiter zu erhalten, zu fördern und auszubauen.

Bleibt an dieser Stelle noch zu erwähnen, dass ein solches Orchester von dem ehrenamtlichen Engagement seiner aktiven und fördernden Mitglieder lebt. Ohne diese gäbe es das Blasorchester in dieser Grösse nicht. Seit dem letzten Jubiläum hat Joachim Birkenstock das Orchester beispiellos und mit viel Einsatz organisatorisch geleitet und nach aussen hin repräsentiert, haben sich die Notenwarte Horst Risch und Gerhard Wetterich - wie schon in den vielen Jahren zuvor - um die Ordnung in unserem Notenarsenal vorbildlich gekümmert, hat Matthias Heil die Organisation der Nachwuchsausbildung übernommen, hat sich unser Dirigent Sascha Mistetzky in vielen zusätzlichen Stunden um die musikalische Weiterbildung des Stamm- und des Nachwuchsorchesters gemüht und haben alle aktiven Musiker ihre vielen Stunden Freizeit geopfert, um dieses Blasorchesters zu dem zu machen, was es heute ist: ein Aushängeschild der Freiwilligen Feuerwehr in Nieder-Mörlen und der Stadt Bad Nauheim.

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Teil 3: Neue Ziele und erfolgreiche Jugendarbeit (2003 - 2007)
Von Helmut Kahlert, Matthias Heil

2003: Radioaufnahme HR4, Fahrt nach Chaumont, Gründung Jugendmusikförderung NiMö e.V.

Im Jahr 2003 waren als besondere Aktivitäten eine Rundfunkaufnahme für eine Sendung in der Sendereihe Musikland Hessen des HR4 am 30.03.2003 zu nennen. Die im großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks aufgenommenen Stücke wurden am 05.07.2003 bei der Live-Sendung "Gude, Servus und Hallo" zwischen den Interviews mit Sascha Mistetzky und Matthias Heil eingespielt. Wie bereits mehrfach in den vergangenen Jahren spielte das Blasorchester im Juni bei der Schlossparkkonzertreihe im Park von Schloss Laubach vor begeistertem Publikum auf. Die Teilnahme an Musiktagen in der Partnerstadt Chaumont brachte mit Auftritten vor dem Rathaus, auf einem städtischen Straßenplatz und bei einem Schulfest in einem Außenbezirk den Musikern als auch den Zuhörern viel Freude. Kontakte mit französischen Freunden wurden gefestigt und neu geknüpft. Ein besonderer Auftritt anlässlich der Eröffnung des neu erbauten Bad Nauheimer Rathauses Ende Juni 2003 und wiederum die Mitwirkung bei der von der Feuerwehr durchgeführten Nieder Mörler Kerb rundeten neben den obligatorischen Auftritten am Volkstrauertag, der Bergweihnacht auf dem Johannisberg und der Weihnachtsfeier die Abteilungsaktivitäten ab.

Als Träger der Nachwuchsaktivitäten wurde im September 2003 die "Jugendmusikförderung Nieder Mörlen e.V." gegründet. Dieser Verein dient der besonderen Koordination und Finanzierung der Nachwuchsarbeit in Schüler- und Jugendorchester zur nachhaltigen Rekrutierung von Mitgliedern des Stammorchesters. Als Dirigent für das Jugendorchester konnte Stefan Haus gewonnen werden, der diese Aufgabe bis heute mit viel Elan und pädagogischem Geschick ausübt.

2004: Konzert Dolce, Fahrt nach Mareit

Für das Jahr 2004 wurde wieder ein großes Konzert in Angriff genommen, welches man im Mai wieder unter dem Motto "The Feeling of Music 2004" im Jugendstiltheater des Hotel Dolce präsentierte. Von klassischen Stücken, wie der "Alte Dessauer" bis zu legendären Filmmusiken, wie "die glorreichen Sieben" reichte die Musikauswahl und fand einmal mehr eine begeisterte Aufnahme beim Publikum. Erstmals konnte sich nun nach einem Jahr gemeinsamen Spielens auch das Jugendorchester unter der Leitung von Stefan Haus einem breiteren Publikum präsentieren. Im Juni stand wieder eine Auslandsreise nach Südtirol zu den Feuerwehrfreunden in Mareit an. Hier umrahmte man die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der dortigen Feuerwehr und nutzte dabei die Gelegenheit um auf dem Domplatz zu Brixen ein Platzkonzert zu geben. Auch die Feierlichkeiten des 100-jährigen Bestehens des TSV-Nieder Mörlen wurden durch die musikalische Umrahmung der Mörlympiade am Kerbsonntag unterstützt. Eine wurnderbare Kulisse und ein dankbares Publikum waren beste Rahmenbedingungen eines Sonntagskonzertes auf dem Schiffenberg bei Gießen. Ein schweres Unwetter während eines Auftrittes beim Altstadtfest in Assenheim hatte den Abbruch zur Folge. Obligatorisch war die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung und am Rosenkorso des Rosenfestes in Steinfurth.

2005: Dirigentenwechsel, Jugendorchester auf grosser Fahrt

Zu Beginn des Jahres 2005 wurde mit den Nieder Mörler Gesangvereinen Frohsinn, Intermezzo und Mörler Spatzen ein Benefizkonzert zugunsten von Tsunamigeschädigten, speziell ein Projekt des Karmeliterordens von Pater Jakob Thanyill, in der Marienkirche gegeben. Das Jugendorchester war im Januar zum Probewochenende in Oberreifenberg und nahm Anfang Mai erstmals am Internationalen Jugendkapellentreffen in Bruchsal teil. Im 1. Quartal 2005 wurde überraschend der Dirigentenvertrag mit Sascha Mistetzky auf desssen Wunsch aufgehoben. Im Hinblick auf ein für November geplantes Konzert übernahm Christian Allert, selbst Vorsitzender und Dirigent des Musikverein Heegheim die Stabführung. In seiner erfrischenden Art, die beim Orchester gut ankam, bereitete er das wunderbare Konzert "Traumland Musik" vor, das vor vollbesetztem Haus in der Mehrzweckhalle Nieder Mörlen bestens ankam. Auch hier präsentierte sich im zweiten Teil das Jugendorchester mit inzwischen ausgereiftem Repertoire. Stefan Haus übernahm am Ende des Konzertes den Dirigentenstab von Christian Allert und führte ab diesem Zeitpunkt auch das Stammorchester. Aufgrund entsprechender Nachfrage wurde ab Herbst neben dem etablierten Jugendorchester erstmals ein Schülerorchester ins Leben gerufen. Weitere Engagements beim 100-jährigen Bestehen der Bad Nauheimer Bonifatiuskirche in Bad Nauheim, der Einweihung des Steinfurther Gerätehauses und zum Empfang der Verschwisterungsdelegation aus Oostkamp rundeten die Aktivitäten ab. Insgesamt wurde die stattliche Zahl von 33 Auftritten des Stammorchesters und 12 Auftritten des Jugendorchesters gezählt.

2006: "Welcome"-Konzert zur Fussball-WM

Im Jahr 2006 gab es für das Blasorchester eine ganz besondere Herausforderung. Nachdem feststand, dass im Hotel Dolce die arabische Delegation als WM-Teilnehmer einquartiert werde, fragte die Stadt Bad Nauheim an, ob ein besonders auf das Thema Fussball ausgerichtetes Konzert machbar sei. So entstand ein "Welcome-Event" mit Music, Show, Solo- und Chorgesang, welches die Besucher dieser Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes von den Theatersesseln riss und in eine große La-Ola-Welle eingehen ließ. Eigens für dieses Konzert wurde bei Otto M. Schwarz eine Auftragskomposition bestellt, welche am Konzert bei Anwesenheit des Komponisten uraufgeführt wurde. Der Komponist, der auch einige sehr bekannte Fernsehserien und Filme musikalisch begleitete, zeigte sich zufrieden mit der erarbeiteten Darbietung. Probenwochenenden wurden vom Jugendorchester in Wetzlar und vom Stammorchester in der Jugendherberge Limburg besucht und dabei intensiv Stücke für die anstehenden Konzerte erarbeitet. Wiederum umrahmte das Stammorchester die Eröffnung des Rosenfestes in Steinfurth und nahm am Korso teil. Anlässlich der Kerb wurde am Kerbsamstag ein Jugendorchestertreffen der Landesmusikjugend Hessen ausgerichtet, an dem mehrere Jugendorchester aus Hessen teilnahmen und ihr Können unter Beweis stellten. Weitere Engagements waren Festzug und Bühnenspiel in Schloßborn, Auftritt im Frankfurter Palmengarten, Unterhaltungsmusik beim Brunnenfest in Nieder Rosbach und anlässlich des Quellendanktages am Teichhaus.

2007: Konzert "Prominente in Bad Nauheim"

Das Jahr 2007 war ein äußerst erfolgreiches Jahr für das Blasorchester. Die Zahl der aktiven Mitglieder beträgt 44 zum Ende des Jahres 2007. Mit dieser Anzahl von Musikern konnten wieder 29 Auftritte absolviert werden. Wie jedes Jahr wurde anlässlich kirchlicher oder gesellschaftlicher Ereignisse im Stadtteil Nieder-Mörlen gespielt. Außerdem war das Blasorchester bei Veranstaltungen der Stadt Bad Nauheim oder bei sonstigen Auftritten im Stadtgebiet zu hören.

Natürlich hat man die Feuerwehr und die Stadt Bad Nauheim regelmäßig auch zu Konzerten und Festzügen in anderen Städten und Gemeinden repräsentiert. So zum Beispiel im Rahmen des Hessentages in Butzbach: das nach der Integration des Schülerblasorchesters 2005 inzwischen 60 Kinder und Jugendliche zählende Jugendblasorchester Bad Nauheim belegte beim 1. Hessischen Wettbewerb für Jugendblasorchester einen sehr guten 2. Platz. Zusätzlich prasentierten sich Jugend- und Stammorchester auf dem Butzbacher Marktplatz mit einem Platzkonzert.

Den Jahreshöhepunkt stellte das Konzert "Willkommen in Bad Nauheim - Prominente zu Gast im Weltbad mit Herz" am 24.11.2007 im Dolce-Theater dar. Zur Vorbereitung darauf führten das Jugendblasorchester im Februar in Wiesbaden und das Blasorchester im Oktober in Mainz je ein Probewochende durch. Das Konzert war absolut gelungen und fand allseits größte Anerkennung. Blasorchester und Jugendblasorchester ernteten dementsprechend viel Applaus und Lob.

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Teil 4: Beständig ist allein der Wandel (2008 - 2012)
Von Helmut Kahlert

2008: Wechsel in der musikalischen und organisatorischen Leitung

Nach mehreren Jahren mit besonderen Aufführungshöhepunkten folgte nun ein Jahr mit eher unspektakulären Ereignissen. Ab dem Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung im März übernahm Claudia Schlitz die Abteilungsleitung des Blasorchesters, tatkräftig unterstützt von Joachim Birkenstock als stellvertretendem Abteilungsleiter. Matthias Heil hatte nach 5-jähriger Tätigkeit das Amt zur Verfügung gestellt. Ungeachtet dessen absolvierte das Blasorchester die im Jahresablauf üblichen und seit Jahren erwarteten musikalischen Auftritte ohne Schwierigkeiten zur Unterhaltung und Freude der Fans und Zuhörer. Hervorzuheben sind die Engagements anlässlich des 275-jährigen Kirchenjubiläums der Katholischen Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt", Eröffnung und Festzug Steinfurther Rosenfest.

Aus privaten und beruflichen Gründen beendete Stefan Haus Ende Juli 2008 seine Dirigententätigkeit. Ihm ist für seine mehrjährige engagierte musikalische Leitung sehr zu danken. Ihm folgte - leider nur bis Februar 2009 – der junge Musikstudent Nico Leikam, der aber insbesondere die Auftritte beim Dorffest, Kirchenjubiläum, Steinfurter Rosenfest und zur Nieder-Mörler Kerb gut leitete. Das Orchester war trotz der Umbruchsituation sehr motiviert und hielt gut zusammen.

2009: Hessentag Langenselbold, Dirigentenvakanz

Trotz der Dirigentenvakanz von März bis Juli absolvierte das Orchester die geforderten und vertraglich eingegangenen Verpflichtungen verschiedener Engagements recht gut. Vizedirigentin Petra Heil und der immer einsprungsbereite Notenwart Horst Risch leiteten die verschiedenen Auftritte als auch die wöchentlichen Übungsstunden. Ab August übernahm dann der neue Dirigent Marcus Marx die Probenarbeit mit neuen Ideen und zunächst viel Engagement.

Besondere Auftritte galt es anlässlich des 70. Geburtstages von Pater Jakob und seiner Verabschiedung aus der katholischen Kirchengemeinde zu leisten. Weitere besondere Engagements waren in Langenselbold zum Hessentag und beim Musikfestival in Heinrich Reuters Maschinenhalle am Galgenberg zu nennen. Eine gemeinsame Kanutour auf der Lahn festigte die Kameradschaft und brachte viel Spass. Mit den Jahren erfreuen sich auch die Auftritte "Handkäs mit (Blas)Musik" als auch jeweils zum 24.12. der "Räuchermännchentreff" in der Roten Pumpe (Äppelwoi Straußwirtschaft) zunehmender Beliebtheit.

2010: Landesgartenschau Bad Nauheim, Nachtwächter und Türmer

Große Pläne für ein Jahreskonzert in der Waldorfschule im Oktober standen zu Jahresbeginn mit einem besonderen Probentag in der Frauenwaldschule im Raum. Mit gemeinsamen Essen und einem Film klang der Tag aus. Mehrere Auftritte anlässlich der in Bad Nauheim stattfindenden Landesgartenschau forderten vom Blasorchester zusätzlichen Einsatz. So wurde aufgespielt zum Wochenende der Stadt mit ihren Ortsteilen, zur Konzertreihe des Hessischen Musikverbandes, zum gelungenen Konzert im Kastanienrondell unter der Leitung von Bernd Schneider und zur Aufmarschbegleitung beim 25. Europäischen Nachtwächter- und Türmertreffen auf dem Marktplatz während der Landesgartenschau. Der Organisator, der Bad Nauheimer Nachtwächter Werner Euler, bedankte sich mit einer Nachtwächtersonderführung in Nieder-Mörlen für die gelungenen Auftritte. Zusätzlich wurde in Steinfurth turnusgemäß das Rosenfest durchgeführt, bei welchem wieder zur Eröffnung und beim Rosenkorso gespielt wurde.

Nach den vermehrten Terminen bei der Landesgartenschau konnten leider intensivere Einstudierungen der Stücke für das geplante Konzert nicht mehr geleistet werden. Durch zusätzliche berufliche Anforderungen begründet beendete man einvernehmlich dann nach der Probezeit die Dirigententätigkeit mit Marcus Marx. Das Konzert wurde abgesagt. Die erneute Suche nach einem Dirigenten konnte mit der Entscheidung für Stefan Hensel beendet werden, der seine erfolgversprechende Arbeit im Februar 2011 aufgenommen hat.

2011: Neuer Dirigent, gute Probenarbeit, erfolgreiche Auftritte

Durch den neuen Dirigenten Stefan Hensel, der sein Amt im Februar aufnahm, kehrte endlich wieder etwas Ruhe ins Orchester ein. Er schloss die Lücke, die ein halbes Jahr zuvor, durch den Ausschied von Marcus Marx entstanden war. Stefan Hensel bringt sich durch seine ruhige, besonnene Art und seine fachkompetenten Probenarbeit gut in das Orchester ein. Das Orchester konnte somit im Jahr 2011 23 Auftritte wahrnehmen. Hervorzuheben sind hier das Schlossparkkonzert in Laubach und der Bühnenauftritt auf dem Hessentag in Oberursel.

Im Herbst, vom 18. bis 20. November 2011 fand ein Probenwochenende in der Jugendherberge Wiesbaden statt. Dieses Probenwochenende stellt den Grundstein für das geplante Jahreskonzert 2012 in Verbindung mit dem 40-jährigen Bestehen des Blasorchesters dar. Es ermöglichte uns eine intensivere Proben- sowie Registerarbeit an den geplanten Konzertstücken. Neben dem musikalischen Aspekt kam aber auch der gesellige Teil nicht zu kurz und es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

2012: Jubiläum 40 Jahre BO, erfolgreiche Auftritte, konsolidierte Probenarbeit

Das Jahr 2012 war ein Jubiläumsjahr für das Blasorchester sowie für die Freiwillige Feuerwehr Nieder Mörlen. Aus diesem Anlass veranstaltete das Blasorchester ein Jubiläumskonzert für das 40jährige Bestehen des Orchesters sowie des 60jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Mörlen.

Zum Auftakt des Kerbwochenende (31.08.-03.09.2012) begeisterten die Musiker des JugendBlasOrchesters Bad Nauheim und des Jubiläumsorchesters ihre Zuhörer in der bis auf den letzten Platz besetzten Frauenwaldhalle. Insbesondere die Wiederaufführung des vom 1. Dirigenten Rudolf Weber komponierten "Adria-Marsches" mit der Begleitung der revitalisierten Trommelgruppe kam beim Publikum sehr gut an und wurde mit tosendem Beifall und Zugaberufen belohnt.

Viele regelmäßige Auftrittstermine für den Verein Feuerwehr und/oder anlässlich kirchlicher oder gesellschaftlicher Ereignisse im Stadtteil Nieder-Mörlen werden seit Jahren in gewohnter Manier wahrgenommen. Beispielhaft sind für das Jahr 2012 zu nennen: Kappenabend, Kreisfeuerwehrverbandsversammlung, Jahreshauptversammlung, Weißer Sonntag Erstkommunion, Jubiläumskonzert des Gesangvereins Frohsinn und Intermezzo, Dorffest, Fronleichnam-Prozession, "Handkäs mit (Blas)Musik" in der Roten Pumpe, Silbernes Priesterjubiläum und zur Verabschiedung von Pfarrer Knedelhans, Nieder-Mörler Kerberöffnung, Kerb-Gottesdienst, Kreisfreundschaftsspiel, Silberhochzeit von Petra und Gottfried Fischer in Verbindung mit dem 50. Geburtstag von Petra Fischer, St. Martinsumzug, Ständchen für Horst Risch zum 70. Geburtstag, Volkstrauertag, Räuchermännchentreffen, Christmette vor der kath. Kirche.

Bei Veranstaltungen der Stadt Bad Nauheim oder bei sonstigen Anlässen im Stadtgebiet spielte das Blasorchester 2012 in folgenden Fällen: Zur Eröffnung des Rosenfests in Steinfurth, Rosenkorso mit anschließendem Bühnenspiel, Kerberöffnung in Bad Nauheim, Bergweihnacht auf dem Johannisberg, Christkindlsmarkt im Sprudelhof.

Die Probenarbeit mit unserem Dirigenten Stefan Hensel wird von den Musikern als fachlich und menschlich kompetent erfahren; leider ist der Probenbesuch seit Jahr und Tag auf einem Niveau um die 15 Musiker nicht sehr befriedigend. Auf Besserung ist zu hoffen! Die Zahl der aktiven Mitglieder beträgt zum Jahresende 2012 insgesamt 32 Musiker. Davon sind 4 aus schulischen, privaten oder beruflichen Gründen übergangsweise für den regelmäßigen Probenund Auftrittsbesuch entschuldigt.

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Teil 5: (2013 - 2015)
Von Helmut Kahlert

2013: Abteilungsleiterwechsel, erfolgreiche Auftritte, Probenbesuch verbesserungswürdig

Nach der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr legte Claudia Schlitz, wie zuvor angekündigt, die Abteilungsleitung der Musikabteilung nieder. Bis Gottfried Fischer dann ab Mai/Juni die Geschäfte übernahm, halfen sie und Joachim Birkenstock noch unterstützend mit.

Das Jahr 2013 war für das Blasorchester nach den vergangenen Jahren ein eher ruhigeres Jahr. Stefan Hensel ist nunmehr seit 3 Jahren bei uns und hat den Probebetrieb weiter konsolidiert. Zahlreiche Auftritte (insgesamt 22) für den Verein Feuerwehr und anlässlich kirchlicher oder gesellschaftlicher Ereignisse im Stadtteil Nieder Mörlen, bei Veranstaltungen der Stadt Bad Nauheim oder bei sonstigen Veranstaltungen im Stadtgebiet wirkte das Blasorchester musikalisch umrahmend mit. Hier sind besonders und als herausragend zu erwähnen das Feuerwehrstützpunktfest aller Ortsteile und das Sommerfest der Seniorenresidenz am Park. Weitere außergewöhnliche Auftritte wurden beim Hessentag in Kassel, Festzug zur 125-Jahr-Feier MV Harmonie Dorn-Assenheim und zum Kirmes-Frühschoppen in Idstein-Wörsdorf absolviert.

Um den geselligen Anteil im Blasorchester zu fördern, gab es am 13.9.2013 ein Grillfest beim Abteilungsleiter zu Hause, das sehr gut besucht war und bei allen Beteiligten großen Anklang fand. Der Probenbesuch hat sich im Berichtsjahr leider nicht wesentlich verändert und hält sich auf einem niedrigen Niveau. Nach wie vor ist auf Besserung zu hoffen. Der Appell an alle Musiker ist permanent gegenwärtig.

Dessen ungeachtet, wurde die Präsenz des Blasorchesters und sein musikalisches Wirken von politischer, vereinsinterner und städtischer so wie überregionaler Feuerwehrseite anerkannt und lobend hervorgehoben.

2014: eher ruhiges musikalisches Jahr, erfolgreiche Auftritte, Probenarbeit, größeres Interesse dringend notwendig

Stefan Hensel ist nunmehr seit 4 Jahren bei uns und führt uns weitestgehend unerschrocken durch die Proben und leitet souverän die gelungenen Auftritte. Die Vereinsarbeit mit Abteilungsleiter Gottfried Fischer, unterstützt durch seine Familie, Notenwart und verantwortungsbereite Mitmusiker, läuft weitgehend erfolgreich. Hierbei ist nicht zu leugnen, dass der Probenbesuch und die musikalische Qualität immer noch Spiel nach oben haben.

Weiterhin viele Auftritte (insgesamt 25) für den Verein Feuerwehr und anlässlich kirchlicher oder gesellschaftlicher Ereignisse im Stadtteil Nieder-Mörlen, bei Veranstaltungen der Stadt Bad Nauheim oder bei sonstigen Veranstaltungen im Stadtgebiet wirkte das Blasorchester mit. Besonders hervorzuheben sind die Kerberöffnung, ökumenischer Kerbgottesdienst, mittägliche "Tafelmusik" und besonders gelungen die Frühschoppenmusik. Besonders gern auch zum Einführungsgottesdienst für Pfarrer Strojek. Eine Herausforderung wieder die Eröffnung des Rosenfestes und der Rosenkorso und selbstverständlich wieder Kerberöffnung in Bad Nauheim, Bergweihnacht und Christkindlmarkt im Sprudelhof. Ein besonderer Auftritt war die Sonntags-Sommer-Matinee im Rosengärtchen in Wetzlar.

Außergewöhnlich ist zu erwähnen, dass sich im Laufe des Jahres 2 Musiker bei uns meldeten, die in Bad Nauheim mehrere Wochen zur Kur waren und angefragt haben, ob sie bei unseren Proben mitspielen dürften. Beiden hat es sehr viel Freude bereitet und wir hatten mit ihnen wertvolle Unterstützung.

2015: Kooperation mit MCC Ober Mörlen und Jugendmusik, Probenbesuch unbefriedigend

Stefan Hensel führt seit 5 Jahren das Orchester. Bei den vorhandenen Gegebenheiten (Probenbesuch ca. 15 Musiker wöchentlich, durchschnittliches musikalisches Können) werden die Übungsstunden von ihm interessant, zielführend, herausfordernd und dabei in einer menschlich angenehmen Atmosphäre geleitet. Die Auftritte werden suverän und erfolgreich bestritten. Abteilungsleiter Gottfried Fischer, unterstützt durch seine Familie, Notenwart und verantwortungsbereite Mitmusiker, leitet die Geschicke des BO nun schon im 3. Jahr und leistet hier sehr erfolgreiche Arbeit. Er wird nicht müde, immer wieder für einen regeren Probenbesuch zu werben, um die musikalische Qualität zu verbessern.

Weiterhin mit einer ausreichenden Anzahl von Auftritten (insgesamt 20) für den Verein Feuerwehr und anlässlich kirchlicher oder gesellschaftlicher Ereignisse im Stadtteil Nieder Mörlen, bei Veranstaltungen der Stadt Bad Nauheim oder bei sonstigen Veranstaltungen im Stadtgebiet wirkte das Blasorchester mit. Selbstverständlich wieder zur Kerberöffnung in Bad Nauheim, Bergweihnacht und Christkindlmarkt im Sprudelhof.

Besondere Auftritte waren die Sommer-Serenade gemeinsam mit den MCC "Roten Husaren" in Ober-Mörlen im katholischen Pfarrhof und das gemeinsam mit dem JugenBlasOrchester Bad Nauheim gestaltete vorweihnachtliche Konzert. Im Laufe des Jahres fanden 2 Musiker (Tenorhorn, Klarinette/Schlagzeug) als Seiteneinsteiger zu uns, die sich gut integriert haben und sich bei uns wohl fühlen.

2016: letztes Jahr mit Dirigent Stefan Hensel, Beteiligung Guinessbuch Rekord "Größtes Orchester der Welt"

Das Orchester hat 2016 wieder ein erfolgreiches Jahr unter bewährter musikalischer Leitung von Stefan Hensel und Abteilungsleitung von Gottfried Fischer mit Unterstützung bewältigt.

Der Probenbesuch hat sich eindeutig gebessert. Steigerungsmöglichkeiten gibt es aber immer noch. Auftritte konnten erfolgreich wahrgenommen werden. Ein Höhepunkt 2016 war die Teilnahme eines Teils des Blasorchesters an dem Event "Wir füllen das Stadion" am 9. Juli in der Commerzbank-Arena in Frankfurt. Dort wurde mit über 7548 anderen Musikern Stücke von Dvoràk, Beethoven, John Miles und Andrew Lloyd Webber zusammen gespielt und damit den Weltrekord "Größtes Orchester der Welt" geknackt. Es war sehr emotional, heftig und heiß.

Stefan Hensel, der fast 6 Jahre das Orchester dirigierte, gab aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen die musikalische Leitung des Blasorchesters auf. Beim Weihnachtskonzert übergab er den Dirigentenstab an Sebastian Witzel weiter. Sebastian ist praktisch ein Eigengewächs von uns, hat er doch in jungen Jahren (nämlich schon vor fast zehn Jahren) bereits im JBO und im BO mitgespielt. Mit ihm haben wir jetzt übrigens wieder einen ausgebildeten Berufsmusiker als Dirigenten. Sebastian hatte schon als Gymnasiast als Jung-Student parallel zur Schule in Frankfurt Musik mit Tuba als Hauptfach studiert. Er ist jetzt bereits fertig ausgebildeter Orchestermusiker und studiert jetzt in Frankfurt mit dem Ziel Lehramt weiter Musik und Religion.

Weiterhin wurde eine beträchtliche Anzahl von Auftritten (insgesamt 27) bestritten. Für den Verein Feuerwehr und anlässlich kirchlicher oder gesellschaftlicher Ereignisse im Stadtteil Nieder Mörlen, bei Veranstaltungen der Stadt Bad Nauheim wirkte das Blasorchester mit. Eine besondere Herausforderung waren wieder die Auftritte zur Eröffnung des Rosenfestes und Teilnahme am Rosenkorso in Steinfurth.

Im 45. Jahr des Orchesters angekommen, hält uns gerade eine leichte Aufwärtswelle etwas oben :)

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